Archiv 2007
Science/Fiction - Von der Leinwand ins Labor
Jahr 2022... Die überleben wollen (Soylent Green)
Regie: Richard Fleischer, USA 1973, 97 Min, 35 mm, Farbe, dt.
Darsteller: Charlton Heston, Edward G. Robinson, Leigh Taylor-Young
Mi, 7. November 11:00 Roter Saal
Sa, 10. November 11:15 CinemaxX 4
Die Stadt New York ist mit 40 Millionen Einwohnern katrastrophal überbevölkert. Wasser, Nahrung und Raum gibt es nur für Wenige. Aber eine kleine Oberschicht kann
sich alles leisten: Erdbeeren, warme Duschen und Kurtisanen. Als einer dieser Privilegierten ermordet wird, kommt Detektiv Thorn zum ersten Mal in Berührung mit der Welt
der Reichen. Der Tote war ein Manager der Firma Soylent, die mit ihren Proteinkeksen in den Farben grün, gelb und rot die halbe Welt beliefert. Schon schnell hegt Thorn den
Verdacht, dass ein politisches Komplott hinter dem Mord stehen könnte. Dieser Verdacht verdichtet sich, als ihn sein Chef anweist, die Untersuchung fallen zu lassen und Zeugen
ermordet werden...
Zu Gast: Dr. Uwe Meier
Dr. Uwe Meier, Agrarwissenschaftler in der Position eines Wissenschaftlichen Direktors an der Biologischen Bundesanstalt für Landund Forstwirtschaft in Braunschweig.
Nach einer Gärtnerlehre studierte er an der FH Osnabrück und der Universität Hannover Gartenbau. Schwerpunkte: Pflanzenbau, Phytomedizin, BWL und Marktlehre, gefolgt von
einer Promotion. Experte für die praktische Umsetzung agrarethischer Ziele, einschließlich der kulturellen Nachhaltigkeit, in die landwirtschaftliche Unternehmenspraxis und
Regionalentwicklung.
Andromeda - Tödlicher Staub aus dem All (The Andromeda Strain)
Regie: Robert Wise, USA 1971, 130 Min, 35 mm, Panavision, Technicolor, dt.
Darsteller: Arthur Hill, David Wayne, Kate Reid
Do, 8. November 11:00 Roter Saal
Sa, 10. November 24:30 CinemaxX 2
Eine verirrte Sonde der NASA stürzt in New Mexico ab und tötet indirekt die Einwohnerschaft eines ganzen Dorfes. Die Sonde hat einen unbekannten Virus aus dem All eingeschleppt,
der in Sekunden das Blut derjenigen, die mit ihm in Berührung kommen, zu Sand kristallisieren lässt. Nur ein schreiender Säugling und ein alter Alkoholiker überleben.
Vier Wissenschaftler, Kapazitäten aus unterschiedlichen Fachbereichen, werden unter höchsten Sicherheitsvorkehrungen in ein gigantisches unterirdisches Labor verbracht,
um den Virus unschädlich zu machen. Es beginnt ein atemberaubendes Rennen gegen die Zeit...
Ein perfekt gemachter Triller in Panavision mit bis heute beeindruckender Tricktechnik.
Zu Gast: Prof. Dr. Erko Stackebrand
Prof. Dr. Erko Stackebrandt, geb. am 9. Juni 1944 in Hamburg. Studium der Biologie in München 1966-1971, Promotion 1974 in Mikrobiologie, Habilitation 1982. 1984 Lehrstuhl
für Mikrobiologie in Kiel, 1990 Wechsel an die University of Queensland, Australien. Seit 1993 am Lehrstuhl für Systematik der Prokaryoten an der Technischen Universität
in Braunschweig und Direktor der DSMZ (Deutsche Sammlung von Mikroorganismen und Zellkulturen).
Gattaca
Regie: Andrew Niccol, USA 1997, 101 Min, DVD, Farbe, dt.
Darsteller: Ethan Hawke, Uma Thurman, Jude Law
Di, 6. November 11:00 Roter Saal
In naher Zukunft. Das Retortenbaby ist Normalität geworden. Perfekte Menschen, deren Gene pränatal optimiert wurden, bilden die Oberschicht in einer Welt, die sich hermetisch
gegen die auf natürlichem Weg Gezeugten abgrenzt. Für den kränklichen und kurzsichtigen Vincent fallen schon im Kindergarten die Türen zu. Doch er hat einen Traum: Er
möchte Astronaut werden. Er verschafft sich die Identität eines hochbegabten, aber querschnittgelähmten Sportlers und macht als "Jerome" beim Weltraumkonzern Gattaca
schnell Karriere. Doch dann wird ein Direktor des Konzerns ermordet und Vincent steht kurz vor der Enttarnung.
"Gattaca" ist ein Meisterwerk des Genres und ein betörend schönes Kunstwerk zugleich.
Zu Gast: Dr. Wolfgang Buschlinger
Wolfgang Buschlinger, Jahrgang 1964, Philosoph an der TU Braunschweig mit den Schwerpunkten: Philosophy in Songs (deutscher Schlager) and Movies, der Frage,
welche Konsequenzen die Erkenntnisse der modernen Naturwissenschaften für das menschliche Selbst- und Weltverständnis haben, Nietzsche, und Bioethik.
The Wild Blue Yonder
Regie: Werner Herzog, USA/D/GB/F 2005, 81 Min, Beta SP, Farbe, OmdU
Darsteller: Brad Dourif
Mo, 5. November 11:00 Roter Saal
Fr, 9. November 22:30 CinemaxX 3
So, 11. November 11:00 CinemaxX 3
Dokumentarisches NASA-Material, Spielszenen mit dem Schauspieler Brad Dourif in der Rolle eines Außerirdischen von Andromeda mit Wohnsitz in den USA, Mathematiker im
Wettstreit um die galaktische Formel und die Zukunft der Menschheit, Shopping Malls auf dem Mars, meditative Bilder aus dem Weltraum und der Unterwasser-Arktis und ein
Soundtrack, der eine senegalesische Sängerin, fünf Stimmen aus Sardinien und einen holländischen Cellisten miteinander verbindet - das ist Werner Herzogs
"The Wild Blue Yonder". Ein Filmessay. Eine Mockumentary. Ein Absurdium. Ein Film, der sich jeder Kategorisierung entzieht. Ein unbeschreibbares, ein halluzinierendes Konzept.
Und ein sehr schöner Film.
Zu Gast: Dr.-Ing. Joachim Block
Dr.-Ing. Joachim Block studierte von 1974-1981 Physik an der TU Braunschweig. 1988 promovierte er an der Uni Kassel. Seit 1981 beim DLR in Braunschweig.
Projektverantwortlicher für diverse Raumfahrtstrukturen, unter anderem für die ESA-Mission "Rosetta". Seit 2004 ist er Leiter der abteilungsübergreifenden
Projektgruppe Raumfahrtstrukturen im Institut für Faserverbundleichtbau und Adaptronik. Er erfüllt mehrere Lehraufträge am Institut für Geophysik und extraterrestrische
Physik der TU Braunschweig.
Wonderful Days
Regie: Kim Moon-Saeng, ROK 2003, 87 Min, DVD, Farbe, dt.
Fr, 9. November 11:00 Roter Saal
2142. Umweltverschmutzung und Klimakatastrophen haben zu einem Beinahe-Untergang der Menschheit geführt. Eine elitäre Gruppe von Wissenschaftlern hat sich auf einer Insel
eine hochtechnisierte Stadt namens Ecoban erbaut, ein autarkes System und eine gigantische Wohn-Fabrik zur Reinigung der Luft. Die Stadt bezieht ihre Energie aus diesem
Reinigungsprozess. Aber auch andere Menschen haben sich auf die Insel geflüchtet. Sie wohnen in der Slum-Stadt Marr und sind nur dafür da, die Drecksarbeit für die Ecobaner
zu machen. Eine kleine Widerstandsgruppe hat sich gebildet, die den Umsturz plant. Doch die größere Bedrohung für Ecoban ist Ecoban selbst, denn ihre Energiequelle droht
zu versiegen...
Zu Gast: Prof. Dr.-Ing. Klaus Fricke
Studium der Geologie-Paläontologie, Uni Göttingen, Ergänzungsstudium Umweltsicherung, Uni Kassel, Einstieg in die Abfall- und Ressourcenwirtschaft. 1988 Promotion. Ab 1999
an der TU Braunschweig, Leiter des Lehrstuhls für Abfall- und Ressourcenwirtschaft. Schwerpunkte: stoffliche und energetische Nutzung von Abfallstoffen, Entwicklung von
Verwertungs- und Beseitigungstechnologien für Entwicklungs- und Schwellenländer.
Staub
Regie: Hartmut Bitomsky, D/CH 2007, 90 Min, 35 mm, Farbe, dt.
Mi, 7. November 15:00 CinemaxX 3
So, 11. November 15:45 CinemaxX 1
Nach der Erkundung von Straßen und Städten in früheren Filmen befasst sich Hartmut Bitomsky in "Staub" mit dem kleinsten Objekt, von dem ein Film handeln kann. Staub
ist überall, in Teppichböden, Fabrikbrachen, Laboratorien, auf Kunstwerken, in der Luft und der Lunge. Seine Präsenz grenzt an das Verschwinden und die Verzweiflung. Bitomsky
gelingt die Verbindung von universalen und alltäglichen Dimensionen in diesem Filmessay, der die im Staub verborgenen Gefahren wie auch seine Potenz behandelt. Ohne Staub
gäbe es keinen Kosmos und wäre der Himmel nicht blau. Damit ist dieser Film ein idealer Baustein für unsere Reihe "Science/Fiction".
Zu Gast: Dr. Erik Uhde
Jahrgang 1968, studierte Chemie an der TU Braunschweig und promovierte dort 1998. Ab 1995 am Fraunhofer Wilhelm-Klauditz-Institut in Braunschweig, seit 2001 stellv. Leiter des
Fachbereichs "Materialanalytik und Innenluftchemie". Wissenschaftliche Schwerpunkte: die Untersuchung von Produktemissionen und Gerüchen, die Freisetzung von mittel- und
schwerflüchtigen Substanzen aus Materialien sowie die Messung von Ultrafeinstäuben.
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