Archiv 2007

Neue deutsche Filme



"Hotel Very Welcome"

Nachdem in den letzten Jahren bereits ein Bedürfnis nach Geschichten aus dem eigenen Land erkennbar war, zeigt sich nun, dass das junge deutsche Kino härter und gesellschaftsbezogener wird. Gerade die jungen Regisseure beobachten genau und zeigen mit ihren Debüt und Zweitwerken eine Orientierungslosigkeit und Sinnleere einzelner Individuen.

Ferner finden sich in diesem Jahr auch Dokumentarfilme im Programm. In diesem, für die deutsche Kinokultur wichtigen Genre liegt der inhaltliche Schwerpunkt auf Lebensportraits und Integration von Minderheiten. Die Dokumentation "Der Weiße mit dem Schwarzbrot" folgt dem Ex-RAF-Terroristen Christof Wackernagel in die afrikanische Stadt Bamako/Mali. Daneben stellt das filmfest als deutsche Erstaufführung die Dokumentation "Zigeuner" des Regisseurs Stanislaw Mucha vor, der mit seinem ersten Spielfilm "Hoffnung" einem ungewöhnlichem Thriller, mit einem zweiten Film in der diesjährigen Reihe vertreten ist. Die Spielfilme zeigen ein breites Spektrum zwischen Familiengeschichten bis hin zum etwas anderen Reisebericht, wie der preisgekrönten Tragikomödie "Hotel Very Welcome" von Sonja Heiss.

Der gebürtige Braunschweiger Schauspieler und Regisseur Detlef Bothe präsentiert sein neuestes Werk "Neben der Spur" als Europapremiere. Ebenso wie in dieser Film brilliert "Der andere Junge" von Volker Einrauch mit namhaften Schauspielern. Der Film spiegelt eindrucksvoll den psychischen Konflikt eines Jungen wider, der seinen Mitschüler umbringt. Mit "Wortbrot", dem Debüt der Regisseure Estelle Klawitter & Marcel Saibert, einer scheinbaren Dokumentation über neun Menschen, die über das reden, was die Generation der 30-Jährigen bewegt, bringt das filmfest einen weiteren Film in deutscher Premiere.

Im Zweitwerk des Regisseurs Felix Randau "Die Anruferin" wird eine einsame, psychisch kranke junge Frau zur Hauptprotagonistin des Filmes. Im Spielfilmdebüt von Marc Meyer, der an der TU Braunschweig studiert hat, "Wir sagen Du! Schatz", wird eine ungewöhnliche "Familiengeschichte" erzählt.

Die drei letztgenannten Filme werden zusätzlich im Rahmen des deutsch-französischen Jugendpreises "Kinema" gezeigt.

Im Mitternachtsspecial läuft "Auf bösem Boden", ein schräges B-Picture mit Horror-Einflüssen des Österreichers Peter Koller.




Die Reihe "Neue deutsche Filme" wird unterstützt von der Firma Gaertner datensysteme.




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