Archiv 2007
Musik und Film - Andrew Dickson
Andrew Dickson wurde 1945 in Isleworth, einem Stadtbezirk von London, geboren und hat sich seit den 1980er Jahren sowohl als Theaterkomponist, als Komponist für
Fernsehspiele als auch als Filmkomponist in Großbritannien und darüber hinaus einen Namen gemacht. Besonders eng ist seine Zusammenarbeit mit Mike Leigh, die mit
Leighs für das Fernsehen produziertem "Meantime" von 1984 begann. Vier Jahre später kam es mit "High Hopes" zu einer erneuten Zusammenarbeit. Für diesen Filmscore
gewann Dickson den Europäischen Filmpreis als "Komponist des Jahres 1989". Die Zusammenarbeit mit Leigh wurde fast bruchlos in den kommenden Jahren fortgesetzt.
Wie auch Mike Leigh begann Dickson seine Karriere beim Theater, wo er vielfältige Talente entwickelte als Schauspieler, Musiker, Regisseur, Autor und Komponist. Während
der 1970er Jahre arbeitete er mit den besten Bühnen Großbritanniens zusammen, unter anderem mit der Royal Shakespeare Company und der Kageboushi Theatre Company in
Tokio.
Unbestreitbar hat seine Theatererfahrung großen Einfluss auf seine Kompositionsweise ausgeübt. Dickson setzt seine Musik gezielt zur Unterstreichung, ja zur thematischen
Verdeutlichung der Gesamtaussage des Film sein. Dabei genügen ihm oft nur wenige Takte einer kammermusikalischen Minimalbesetzung: Streicher, Pianoklänge, eine sanfte Flöte,
eine Harfe...
Es ist eine "verknappte" Musik, die Beiläufigkeit vortäuscht, deren "Unauffälligkeit" indes das Resultat von großer Präzision ist: Stimmung, Absicht und unterschwellige
Emotion werden zu einer Sinnebene verdichtet, die die Zuschauer ins "Herz" des Films führt und Klang und Bild organisch miteinander verschmelzen lässt.
Andrew Dickson wird in der "
Music Master Class" im Gespräch mit dem Journalisten Siegfried
Tesche und live am Piano Einblicke in seine Arbeits- und Kompositionsweise geben.
Filme (Auswahl):
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