Archiv 2007
Kinema - Deutsch-Französischer Jugendpreis
Jugendliche gehen gern ins Kino und reden gern über Film. Dieses alltägliche Interesse greift der deutsch-französische Jugendpreis
"Kinema" auf, den das 21. film
fest erstmalig vergibt. Zusammen mit dem niedersächsischen Schulkinoprojekt Kinema, dem deutsch-französischen Jugendwerk und
TV5-Monde hat das film
fest ein Konzept entwickelt, dass Jugendlichen aus beiden Ländern die aktive Teilnahme an einem internationalen Festival ermöglicht.
Eine fünfköpfige Jury aus jungen Franzosen und Deutschen im Alter zwischen 16 und 23 Jahren wählt unter sechs Debütfilmen zwei Preisträger aus – eine deutsch– und eine
französischsprachige Produktion. Die Preisträger werden am 11. November im Rahmen der Preisverleihung im Cinemaxx bekannt gegeben. Beide Gewinner erhalten je eine
35mm-Kopie ihres Filmes mit Untertiteln in der jeweiligen Fremdsprache für den Festival- und Kinoeinsatz im anderen Land; der frankophone Fernsehsender TV5MONDE wird
außerdem die Preisträger bei der Promotion ihrer Filme unterstützen.
Die fünf Jurorinnen, drei Deutsche aus Niedersachen und zwei Französinnen aus der Haute-Normandie wurden unter den Teilnehmern des filmpädagogischen Projektes
"Kinema" der vergangenen Jahre ausgewählt. Sie werden in einem Kurzseminar von Alain Bergala, dem führenden französischen Experten für Filmvermittlung im Schulunterricht,
auf ihre Aufgaben vorbereitet. Der deutsche Regisseur Gordian Maugg wird die Jury bei ihrer zweisprachigen Diskussion und ihren Entscheidungen beraten.
Die Wettbewerbfilme "
Wortbrot", "
Die Anruferin"
und "
Wir sagen Du! Schatz" kommen aus Deutschland, aus Frankreich kommen
"
Le Héros de la Famille" und "
Avril", und
"
Ça rend Heureux" ist eine belgische Produktion.
Der "Kinema"-Jugendpreis wird unterstützt vom Land Niedersachsen, vom deutschfranzösischen Jugendwerk, der Region Haute-Normandie, der Filmstiftung Pôle Image
Haute-Normandie, der Académie de Rouen und von TV5MONDE. Wir freuen uns sehr, dass der Deutsch-Französische Kulturrat die Schirmherrschaft des Jugendpreises übernommen
hat.
Alain Bergala
Alain Bergala leitet die im Rahmen des deutsch-französischen Schulkinoprojekts "Kinema" stattfindende Lehrerfortbildung. Wie nur wenige vereint der Franzose praktische
Erfahrung mit fundiertem theoretischem Wissen. Der frühere Chefredakteur der "Cahiers du Cinéma" ist Autor des Buches "Kino als Kunst", das bei der Bundeszentrale für
politische Bildung erschienen ist und als maßgebliches Werk zur Filmvermittlung an der Schule und anderswo gilt. Der Leiter des Seminars für Filmanalyse an der legendären
Pariser Filmhochschule "Femis" führt außerdem das französische Schulkinoprogramm "Ecole et cinéma", für das er eine DVD-Reihe für den Unterricht entwickelt hat.
Gordian Maugg
Geboren am 1966 in Heidelberg, lebt in Berlin. Seit 1986 freier Drehbuchautor, Regisseur und Produzent, Studium der Visuellen Kommunikation an der Kunsthochschule Kassel,
Schwerpunkt "Film/Fernsehen" bei Prof. Manfred Vosz bis 1993. Im selben Jahr Filmband in Silber für "Der olympische Sommer". 1994 Gründung der Gordian Maugg Filmproduktion
GmbH, Gründungsmitglied der Deutschen Filmakademie, Stipendiat der Stiftung Kulturfonds Berlin/Ahrenshoop 1998, Gastprofessor und Gast-Dozent an der Bauhaus Universität
Weimar und an der Hamburg Media School. 2000 wurde sein Film "Hans Warns - Mein 20. Jahrhundert" beim Deutschen Filmpreis mit dem Filmband in Gold für den besten
Schnitt ausgezeichnet.
DIE JURY
Die "Kinema"-Jury besteht aus 5 jungen Frauen:
Elena Behrens: 18 Jahre alt, Schülerin aus Braunschweig
Julia Höpfner: 19 Jahre alt, Studentin aus Freiburg
Sina Schindler: 21 Jahre, Studentin aus Göttingen
Julia Kamieniak: 17 Jahre alt, Schülerin aus Rouen
Mathilde Lelièvre: 16 Jahre alt, Schülerin aus Fécamp
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