Archiv 2003
KURZFILMPREIS - DER LEO


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Das 17. filmfest wartet mit einer wesentlichen Neuerung auf: Dem LEO! Der LEO ist klein, fein und etwas ganz besonderes: Er ist ein Kurzfilmpreis, der von einer dreiköpfigen Jury vergeben wird. Das alleine ist noch nichts neues, aber der LEO ist ein Preis, der sich speziell auf die Verbindung Film und Musik/Sound ausrichtet. Hier zählen nicht alleine die Bilder, hier zählt nicht alleine der Ton. Was im LEO zählt, ist die Zusammenführung dieser beiden wesentlichen filmischen Gestaltungslemente, ist die Kombination zu einem überzeugenden Ganzen.

Der Leo zielt dabei nicht auf Musikclips, obwohl solche auch im Wettbewerb laufen, sondern auf Filme, die durch eine originelle, individuelle und innovative Verbindung von bewegten Bildern und Musik oder ganz allgemein Klängen auffallen.

Die 31 Beiträge an diesem ersten LEO stammen aus 13 Ländern, sind alle nicht älter als 18 Monate und entstammen allen denkbaren Genres, vom animierten Musikclip zum Experimentalfilm, vom Kurzspielfilm bis zur ruhigen Dokumentation.

Die dreiköpfige Jury vergibt einen ersten und einen zweiten Preis für die am besten gelungene Verbindung von Filmbild und Musik/Ton in einem Kurzfilm. Der erste Preise ist mit 2000 Euro dotiert, der zweite mit 1000 Euro. Das Preisgeld geht zu gleichen Teilen an Regisseur/in und Komponist/in.




DIE JURY

Astrid Kühl



Geboren 1958 in Hamburg. Von 1982 bis 1992 studierte sie dort u.a. Psychologie, Germanistik und Romanistik. Anfang 1993 wurde sie Mitarbeiterin beim Internationalen KurzFilmFestival Hamburg. Ab September 1993 war sie bei der KurzFilmAgentur Hamburg e.V tätig. Dort wurde sie im Januar 1998 Geschäftsführerin und beim Internationalen KurzFilmFestival Hamburg Co-Festivalleiterin. In diesen Funktionen gehörte sie seitdem verschiedenen Auswahlkommissionen an, etwa 2001 dem Fördergremium Kulturelle Filmförderung Schleswig-Holstein. Astrid Kühl betätigte sich bereits auf diversen Festivals als Jurorin. Sie ist Gründungs- und Vorstandsmitglied der AG Kurzfilm e.V . Bundesverband deutscher Kurzfilm.


Gerd Gockell



Geboren 1960 in Darmstadt, studierte an der Hochschule für Bildende Künste in Braunschweig. Nach seinem erfolgreichen Abschluß verbrachte er ein Jahr in London, in dem er begann, eigene Kurzfilme zu produzieren, mit denen er bis heute diverse Preise einholte. Nach seiner Rückkehr nach Deutschland gründete er 1990 die Filmproduktionsfirma anigraf. Seit 1992 ging er verschiedenen Lehraufträgen in den Bereichen Animation/Neue Medien nach. 1999 schrieb und produzierte er seinen ersten Langfilm, "Muratti & Sarotti", in dem die Geschichte des deutschen Animationsfilms von 1920 bis 1960 sehr unterhaltsam dargestellt wird. Momentan ist Gerd Gockell Leiter des Studienbereiches Animation an der HGK Luzern.


Berthold Bell



Geboren 1948 in Bell/Eifel. Von 1967 bis 1972 studierte er an der Akademie für Angewandte Kunst in Wien und anschließend auf den Kölner Werkschulen. Nach einigen Jahren als Grafik-Designer, u.a. beim DuMont Verlag, machte er sich selbständig und ist seitdem vielseitig in den Bereichen Kunst, Design, Film und Musik tätig. Als Musikliebhaber und -kenner schreibt er u.a. für "epd Film" Filmmusik-Kritiken und bietet Musikberatung an. Sein privates Filmmusik-Archiv umfasst ca. 2500 LPs und CDs. 1988 veröffentlichte er sein mehrfach ausgezeichnetes Buch "Der letzte Abenteurer", aktuell arbeitet er u.a. an der Soundcollage "Concerto für Katze und Computer" und an dem Dokumentarfilm "Requiem für einen Punk".




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